Kupfer

Das Pigment für Augen- und Haarfarbe kann noch vieles mehr.

Kupfer: Das Pigment für Augen- und Haarfarbe kann noch vieles mehr. Wovon hängt Dein Kupferspiegel ab? Wer ist besonders von Kupfermangel betroffen? Welche Folgen hat Kupfermangel? Wo ist Kupfer enthalten? Welche Wirkung bzw. Nebenwirkung hat Kupfer? Wie viel Kupfer benötigt der Körper? Was bedeuten Deine Kupferwerte? Sonstiges Wissen über Kupfer

Kupfer hilft Deinem Organismus, rote Blutkörperchen zu bilden. Zudem ist es an der Bildung von Pigmenten beteiligt, die der Haut einen natürlichen Sonnenschutz ermöglichen und Deinen Haaren Farbe verleihen.

Kupfer: Das Pigment für Augen- und Haarfarbe kann noch vieles mehr.

Was ist Kupfer?

Kupfer ist ein Spurenelement. Das heißt, es ist für Deinen Körper lebenswichtig, kommt aber nur in Spuren darin vor. Daher der Name "Spurenelement".

Kupfer ist neben Zink und Eisen das drittwichtigste essenzielle Spurenelement für den Menschen. Dein Körper kann es nicht selbst herstellen. Du musst also Kupfer über Deine Ernährung zu Dir nehmen.

Der größte Teil des Kupfers befindet sich in Deiner Leber (15%), Deinem Gehirn (10%), Deinem Herz und Deinen Nieren. Das Spurenelement ist Bestandteil zahlreicher Enzyme und ist auch an der Bildung Deiner roten Blutkörperchen beteiligt. Weiter spielt Kupfer eine große Rolle für Dein zentrales Nervensystem und ist daran beteiligt, dass Dein Pigmentstoffwechsel richtig funktioniert.

Kupfer sorgt außerdem dafür, dass Dein Körper das durch die Nahrung aufgenommene Eisen aufnehmen kann.

Wovon hängt Dein Kupferspiegel ab?

Dein Kupferspiegel ist von Deiner Ernährung abhängig. Einseitige Ernährung, strikte Diäten oder Unterernährung kann zu einem Kupfermangel führen.

Es gibt Hinweise darauf, dass bei Menschen, die vermehrt Vitamin C zu sich nehmen, ein Kupfermangel festgestellt wurde. Das liegt daran, dass die hohe Zugabe von Ascorbinsäure (medizinischer Begriff für Vitamin C) die Kupferverfügbarkeit verringert.

Außerdem können bestimmte Medikamente und auch leistungssteigernde Supplemente wie Steroide den Kupferspiegel negativ beeinflussen.

Weiterhin wird oft bei Personen, die über einen langen Zeitraum hoch dosierte Zinkpräparate zu sich nehmen, ein Kupfermangel diagnostiziert.

Wer ist besonders von Kupfermangel betroffen?

Bei Menschen mit einer Essstörung wird häufig ein Kupfermangel diagnostiziert. Weiter weisen stark übergewichtige Menschen in der Regel häufiger einen zu geringen Kupferspiegel auf, als normalgewichtige Personen.

Auch Raucher und Personen, die an Alkoholismus leiden, sind häufiger von einem Kupfermangel betroffen.

Bei Kindern, die über eine lange Zeit hauptsächlich mit Kuhmilch ernährt worden sind, kann ebenfalls ein Kupfermangel festgestellt werden.

Einige Menschen leiden unter einem erblich bedingten Coeruloplasmin-Mangel, der ebenfalls zu einem niedrigen Kupferspiegel beiträgt.

Welche Folgen hat Kupfermangel?

Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsschwäche

Andauernde Müdigkeit und Schlappheit können auf einen Mangel an Kupfer hindeuten. Auch der Abfall der Leistungsfähigkeit sowie Konzentrationsschwierigkeiten können in einem Kupfermangel begründet sein. Im Zusammenhang mit einem Mangel an Kupfer kann es zu Depressionen und Stimmungsschwankungen kommen.

Immunschwächung und Gewebeschäden

Durch einen Kupfermangel kann es zu Funktionsstörungen Deines Immunsystems kommen. Das macht Dich anfälliger für Infekte wie zum Beispiel Erkältungen.

Auch das Körpergewebe kann durch Kupfermangel geschädigt werden. So kommt es beispielsweise zu Pigmentstörungen von Haaren und Haut, was weiße Flecken (sog. Depigmentierungen der Haut) zur Folge haben kann. Zu den weiteren Folgen eines Kupfermangels gehören Bindegewebsstörungen, die sich u.a. in Orangenhaut zeigen.

Knochenschwund (Osteoporose) sowie Knochenveränderungen und eine Neigung zu Knochenbrüchen können ebenfalls ein Zeichen für einen länger andauernden Kupfermangel sein.

Eisenmangel-Anämie

Da Kupfer für die Aufnahme von Eisen in Deinem Magen-Darm-Trakt mitverantwortlich ist, kann es durch Kupfermangel zugleich zu einem Eisenmangel kommen. Der Hauptbefund eines Bluttests kann dann fälschlicherweise einen Eisenmangel diagnostizieren, obwohl tatsächlich ein Mangel an Kupfer besteht.

Wo ist Kupfer enthalten?

Kupfer ist sowohl in tierischen als auch pflanzlichen Lebensmitteln enthalten.

In unserer Liste der kupferhaltigen Lebensmittel findest Du eine weitere Übersicht mit Angaben dazu, welche Lebensmittel den stärksten Kupfergehalt haben.

Wenn Du Fleisch isst, kann Dein Körper aus Innereien wie zum Beispiel Leber viel Kupfer gewinnen. Auch Schalentiere wie Hummer und Krebse haben einen hohen Kupfergehalt.

Wenn Du Dich vollständig oder überwiegend pflanzlich ernährst, solltest Du regelmäßig Nüsse und Hülsenfrüchte essen. Zu den Kupferlieferanten der pflanzlichen Ernährung gehören auch Produkte aus Vollkorngetreide. Besonders Buchweizen hat einen hohen Kupfergehalt.

Auch grüne Gemüsearten wie grüne Paprika, Gurken oder Brokkoli aber auch Schwarzwurzeln und Artischocken weisen viel Kupfer auf. Deshalb solltest Du sie regelmäßig in Deinen Speiseplan einbauen. Ein Highlight für Süßmäuler: Auch Kakao ist ein guter Kupferlieferant!

Welche Wirkung bzw. Nebenwirkung hat Kupfer?

Wirkung von Kupfer

Das Spurenelement unterstützt Dein körpereigenes Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern. Außerdem schützt es Dich vor so genannten "freien Radikalen" und hilft aktiv bei allen entzündungshemmenden Vorgängen in Deinem Körper.

Kupfer ist auch unverzichtbar für Haut und Haare. Es ist an der Bildung von Elastin und Kollagen Deines Bindegewebes beteiligt und sorgt dafür, dass Dein Körper Melanin bildet, das für die Bräunung Deiner Haut verantwortlich ist.

Zudem trägt Kupfer dazu bei, dass Deine Knochen stabil sind und Deine Muskeln richtig arbeiten können.

Darüber hinaus hilft Kupfer Deinem Körper, Energie zu gewinnen, denn es trägt zum Elektronentransport bei. Des Weiteren übernimmt Kupfer eine entscheidende Funktion bei der Entstehung von dem roten Blutfarbstoff "Hämoglobin". So kann Dein Herz richtig arbeiten und Dich mit einer ausreichenden Menge an Sauerstoff versorgen.

Durch seine Rolle bei der Synthese von Adrenalin (Epinephrin) und Noradrenalin (Norepinephrin) unterstützt Kupfer Dein Nervensystem. Es ist also wichtig für Deine motorischen Fähigkeiten.

Nebenwirkung von Kupfer

Das Spurenelement Kupfer wird über den Magen-Darm-Kanal aufgenommen. Dadurch ist es möglich, eine überschüssige Zufuhr auszuscheiden.

Bei starker Überdosierung von Kupfer kann es zu Durchfall sowie Erbrechen kommen.

Probleme mit überhöhten Kupferwerten haben vor allem Menschen, die an der sogenannten Kupferspeicherkrankheit (Morbus Wilson) leiden. Diese Stoffwechselstörung ist erblich. Der Körper kann Kupfer nicht richtig ausscheiden, dadurch kommt es zu Schädigungen der Leber und Ausfallerscheinungen des zentralen Nervensystems.

Wie viel Kupfer benötigt der Körper?

Die mittlere Zufuhr von Kupfer über die Ernährung liegt bei 1 -1,5 Milligramm pro Tag.

Was bedeuten Deine Kupferwerte?

Deine Kupferwerte geben Dir Auskunft darüber, ob Du ausreichend mit dem Spurenelement versorgt bist oder eine Unterversorgung vorliegt.

Ermitteln kannst Du Deine aktuellen Kupferwerte über einen Bluttest. Auf dieser Grundlage kannst Du auch entscheiden, ob eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Kupfer sinnvoll ist.

Sonstiges Wissen über Kupfer

Ein ausgeglichener Kupferspiegel ist für Deinen Organismus wichtiger, als Du denkst. Sowohl Kupfermangel als auch eine Überversorgung mit Kupfer können zahlreiche Folgen haben.

Der Kupferwert ist jedoch kein Routineparameter, der im Rahmen einer Blutuntersuchung getestet wird. Oft wird lediglich der Eisenwert überprüft. Ein Eisenmangel kann allerdings auf einen Kupfermangel hindeuten, weshalb Du bei einem Bluttest auch die Kupferwerte analysieren lassen solltest.

Wichtig zu wissen: Eine Überversorgung mit Kupfer kann auch darin begründet sein, dass die Wasserleitungen in Deiner Wohnung Kupfer absondern.